Geldautomat in Neustadt gesprengt: Polizeiwagen und Hubschrauber im Einsatz

Geldautomat in Neustadt gesprengt: Polizeiwagen und Hubschrauber im Einsatz

Am frühen Dienstagmorgen haben zwei Täter versucht, einen Geldautomaten in der Commerzbank auf dem Neustädter Markt zu sprengen. Beamte vom Landeskriminalamt sind im Einsatz.


Neustadt​. Viele Neustädter wurden Dienstagmorgen gegen 3.26 Uhr unsanft aus ihrem Schlaf gerissen. Grund war eine laute Explosion: Zwei unbekannte Täter waren zuvor in die Commerzbank eingedrungen. Sie wollten einen Geldautomaten sprengen. Ob sie an Geld gekommen sind, ist nach Angaben von Uwe Keller, Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA), derzeit noch unklar.

Fest steht, dass die Explosion einen stundenlangen Polizeieinsatz auslöste. Auch wurde ein Hubschrauber eingesetzt. Dieser war ebenfalls kaum zu überhören und kreiste über dem Gebiet. Darüber hinaus postierten sich mit Maschinenpistolen bewaffnete Beamte an den Autobahnzufahrten.

Die am Marktplatz gelegene Filiale wurde schwer beschädigt und konnte zunächst nicht betreten werden. „Eine Zwischendecke ist teilweise eingestürzt“, erläuterte Keller und ergänzte, dass vieles darauf hindeute, dass die Täter die Eingangstür aufgehebelt haben. Vor der Eingangstür wurde entsprechendes Hebelwerkzeug in einer schwarzen Tasche durch die Beamten sicher gestellt. In akribischer Kleinstarbeit sicherten die Beamten vom Landeskirminalamt immer wieder Spuren auf dem Gehweg, an der Tür und machten zahlreiche Beweisfotos.
Anschließend hätten diese laut dem LKA-Sprecher versucht mit einem Gas-Luft Gemisch den Geldautomat zu sprengen. Dabei stürzte die Zwischendecke in dem Vorraum der Commerzbank Filiale herunter und ein großes Loch in der Eingangstür zum Vorraum waren das Ergebnis von der gewaltigen Explosion.  Die Täter entkamen laut ersten Erkenntnissen der Polizei über die Burgstraße mit einem Motorroller. Reifenspuren auf dem Gehwegpflaster deuten daraufhin. Eine sofort eingeleitete Fahndung mit mehreren Streifenwagen und einem Hubschrauber blieb bis heute Morgen erfolglos.

Die Feuerwehr war ebenfalls im Einsatz. Sie führte Messungen durch und musste im Anschluss für die die Ermittler vom Landeskriminalamt die Eingangstür öffnen. Auch die Gasflasche mit dem explosiven Gemisch konnte die Feuerwehr sichern und den Beamten übergeben. Wie gewaltig die Explosion gewesen sein muss, zeigt sich im Inneren der Filiale. Die Eingangstür zum Beratunsgraum wurde durch den Druck herausgerissen, Scheiben sind geborsten und auch der Automat wurde durch die Wucht der Explosion gesprengt. Ob es der Geldautomat war, ist zur Zeit noch nicht abschließend geklärt.

Laut Keller ist nicht bekannt, ob Geld entwendet wurde. Es ist der mittlerweile siebte Fall in Schleswig Holstein in diesem Jahr.

Bilder und Text: Arne Jappe (arj)

Arne Jappe

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